| Jazz: Valentina Sophie präsentiert ihre erste CD und sich |
Bennefiz Premiere
Am Donnerstagabend können Eckernförder
Jazzfreunde etwas erleben. Nicht nur das die renommierte Band Feel Jazz
zu hören sein, natürlich mit ihrer Frontfrau Sigi Siemsen, deren modulationsreiche
ausdruckstarke Stimme ein Publikumsmagnet ist. Der eigentliche Geheimtipp
ist Valentina Sophie. Die junge Sängerin wird ihre erste CD vorstellen
und zum Anlass der Aktionswoche für Menschen mit Behinderungen ihr Debüt
als Benfezikonzert geben. Valentina verbindet selten gehörte Jazzperlen
mit sanft ins jazzige transportierten Popsongs. anze 20 Jahre ist die
Sängerin alt, in Eckernförde aufgewachsen und hat dort auch ihr Abitur
abgelegt. Nebenbei blieb viel Zeit sich ihrer musikalischen Leidenschaft
zu widmen. Ab Kindertagen sang sie in Chören, sowohl in der Kirche als
auch in weltlicheren Formationen. Mit ihrer Mutter erlebt sie erste
Auftritte und überwand die Bühnenangst vor einem Wohlgesonnenen heimischen
Publikum. Aber mit zunehmenden Alter, mit dem Aufbruch aus heimischen
Mauern und dem Beginn der Ausbildung stieg auch der Drang Eigenes zu
schaffen. Bevor sie von der Ostseeküste aus die musikalische Welt erobert,
wird dieses Konzert in der Siegfriedwerft ein besonderer Ausgangspunkt
sein. Nicht nur, dass die Musiker Martin Moldenhauer (Piano), der vielfach
bekannte Harry Kretzschmar (Bass) und Peter Weise (Schlagzeug) das junge
Talent auf CD und Konzert mit ihrer umfassenden Erfahrung unterstützen,
auch Mutter Sigi Siemsen steht bei der Premiere an ihrer Seite. Die
Juwele die dieses Debut erglänzen lassen sind Songs von Silje Nergaard,
John Legend, Feist, Norah Jones und Nouvelle Vague. Sowohl Sigi
als auch Valentina Siemsen werden einen Solopart bestreiten und auch
zusammen singen. Karten für die Veranstaltung am Donnerstag Abend um
20 Uhr in der Sigfried Werft können unter Telefon 75770 vorbestellt
werden. (fst) 2007-05-07
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| Hans Danst in den Mai |
Bombenstimmung in der Siegfried Werft. Bei leckeren und nur zu diesem Anlass ausgeschenkten Kakakabellen-Bock-Faßbier spielte Hans Dans zum Tanz in den mai auf. Hans Dans ist eine Eckernförder Formation, der Repertoire aus Volkstänzen und deutsch-dänischen Folk besteht. Rein akustisch und mit viel Power kommen Kay Kankowski (Gitarren), Rainer Schwarz (Handharmonika), Kerstin Lorenzen (Flöten), Roland Lorenzen (Geige und Mandoline), Peter Boll (Geige) und Jörg Carstens (Kontrabass) daher. Alles was die diese „Hansen“ spielen ist tanzbar, lädt zum mitsingen ein und entspricht der uralten Tradition in ewig neuer Belebung wie es in dem nördlichen Zipfel der Republik seit Jahrhunderten tradiert wurde. „Um bei uns mitspielen zu können, muss man Hans heißen“ verkündete Kay Kankowski der frohgemute Frontmann. Und so präsentierten sich die behuteten Musiker als vielerlei Hans. Außer jeder menge guter Stimmung und tollen Tanzmelodien und unerschöpflicher Guter Laune hatten die Musiker auch noch weitere Spezialitäten mitgebracht: Bandneu und noch nicht präsentiert die CD „Folksdans & Kandidel (April 2007)“ auf der mit einer Stunde Spielzeit die Hits der fetzigen Band zusammengefasst sind. Da aber richtiger Volksmusik im traditionellen Wortsinne etwas zum mit- nach- und selbermachen ist, gibt es auch ein liebevoll gestaltetes Liederbuch von Hans Dans. Hier sammelten die Musiker neben den Texten und Melodien (mit Noten) auch noch vielerlei Informationen zu den Stücken. Was wann und wo entstanden ist, wie es getanzt wurde, reichlich Anekdoten und Fotos von den Bandauftritten. Als besonderes Highlight gibt es auch von jedem Bandmitglied ein Suppenrezept, denn wie das Vorwort verkündet: Essen, trinken und anschließendes Musizieren mit Freunden transportieren Leib und Seele auf eine höhere Ebene des Wohlbefindens“ Spiel und Lebensfreude, wie sie die Band im Liederbuch und CD konserviert haben, gab es in der Siegfriedwerft im verschärften maße live zu erleben. Zu jedem gespielten Stück gabe es eine Anekdote, eine launische Ansage oder gekonnte Animationen die zum mitsingen und tanzen einluden. Das Publikum reckte brereits in den ersten fünf Minuten die Hände gen Decke und folgte den Anweisungen von Kay Kankowski. Nach etlichen hin und her stellte sich die Dehnübung als eine gekonnte Einführung in professionelles Klatschen heraus. Das war dann im Laufe der In-den-Mai-Nacht auch vielfach zu hören. Auch in den Volkstanz wurden die Anwesenden Damen, und verschärft noch, auch die Herren eingeführt. Obwohl der Raum der Gaststätte rammelvoll mit Leuten war, blieb noch genügend Platz zum Tanzen und selbst lange Tanzschlangen drängten sich an den mit Kakabellenbier zugestellten Tischen vorbei. Erfrischend und wohltuend anders auch die rein akustische Spielweise der sechs Hänse, nie wurde es zu laut oder dröhnte und die Musik konnte sich stets gegen die Gespräche des Anwesenden behaupten. Den vergnüglich Feiernden wurde eine schöne Nacht geboten und das Erlebnis, das traditionelles in zeitgemäßer Form jugendlich zeitlos und mitreißend sein kann. Weiter Infos auch über die CD und das Liederbuch unter www.hansdans.de. (fst)
2007-05-01
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Jazzmaid lässt Meerjazz erstehen
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(Markus Feuerstack) „Endlich wieder Jazz“ Deutliche Entzugserscheinungen hatte das Eckernförder Publikum, denn lange schon fehlte diese beliebte Musikrichtung bei den hafenmusic-Veranstaltungen. Das Heilmittel hiess „Jazz-Maid“ und wurde am Freitag in hoher Dosis in der Siegfried - Werft verabreicht. Die Formation war innerhalb des hafenmusicer-Stammtisch entstanden, nachdem die Musiker den erheblichen Jazzmangel diagnostizierten und den Februar als Jazzmonat auserkoren hatten. Und da zeigte sich auch gleich eine der überragenden Stärken des Konzeptes der Eckernförde Hafenmusicer: Immer wieder gründen sie mit den Stammtischmitgliedern neue und überraschend frische Bands, die für die beliebten Auftritte mit pfiffigen Konzepten und viel Spielfreude agieren. Diesmal probten Harald Wendt (Gitarre), Dr. Werner Loll (Vibraphon), Sigi Siemsen (Vocal), Rainer Beuthel (Bass) und Eric Siemens (Percussion + Drums) sich zur Gruppe Jazz-Maid zusammen. Eine geradezu überfüllte Siegfried-Werft, eine klasse Jazzcub- Atmosphäre und ein stimmiges Programm vor einem begeisterten Publikum – so das Ergebnis dieser Mühen. Die ausgewogene Mischung der Stücke und auch der feine Zuschnitt auf die überragend ausdruckstarke Stimme von Sigi Siemsen zauberten einen gelungenen Abend. Rainer Beuthel legte mit seinen soliden Bass ein feuerfestes Fundament dem Eric Siemens mit seinen durch und durch melodischen Schlagzeug zu Seite stand. Geradezu als Hexer an den Metallstäben präsentierte sich Werner Loll, der blitzschnell zwischen feuerwerksähnlichen Soli und handfester und zurückhaltender Begleitung zu wechseln verstand. Nicht nur optisch erwies sich Harald Wends halbakustische Gitarre als Leckerbissen. Der Rendsburger liess es swingen und zeigte im Laufe des abwechselungsreichen Abends einen fingerfertigen Einfallsreichtum. Nicht nur reine Jazztitel reihten sich aneinander, sondern auch Stücke die der Musikrichtung erst durch die Interpretation zugesellt wurden. Klassiker wie „Round Midnight“ und der hafenmusicer-Ohrwurm „Route 66“ bestanden neben Stücken wie „Twistet“ und dem überaus ergreifenden und unter die Haut gehenden Titel „Mercy Mercy /Strange Fruit“ Gerade hier zeigte sich die Stärke der authentischen Stimme von Sigi Siemsen. Jedes Lied klang wie selbst erlebt und erlitten, zartes Facetten konnten neben der swingenden Grundstimmung erstehen und entwickelnden die zarte Kraft aufmerksamen Zuhörern Schweissperlen auf die Stirn und Kälteschauer den Rücken runter zu zaubern. Leider manchmal im Kampf mit der etwas zu clubigen Atmosphäre, in der Wirtschaftsgeräusche und Gesprächsfetzen so manche stimmige Pianostelle überlagerten. Aber letztlich blieb nach diesem gelungenen Konzert nur ein einhelliger Publikumswunsch: Mehr Jazz am Meer!
2007-02-03 |
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hafenmusic: Für jeden etwas
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Die hafenmusic in Eckernförde ist inzwischen fester Bestandteil der „Einheimischen-Saison“ vom Herbst bis zum Frühjahr. Besonders beliebt sind die Auf- und Schlußtakt Veranstaltungen, die meist ein breites Spektrum des gesammelten Könnens der begabten Musiker in der Siegfriedwerft aufzeigt.
Unter dem Motto: „ Wie es Euch gefällt“ eröffneten die hafenmusicer die neue Saison. Mit viel Schwung musikalischer Einsatzfreude, kreativen Spass an Improvisationen und ungewöhnlichen Tönen versprachen die Musiker ihr Publikum mit Highlights aus dem „Haufenmusikbüchern“ zu unterhalten. Diese Textbücher sind eine Sammlung der Lieblingslieder quer durch alle musikalische Stilrichtungen. Bei den monatlichen Treffen, immer am ersten Montag in der Siegfried Werft, wird früher oder später zusammen musiziert. Es kommen viele Musiker aus der Gegend die Zeit und Spass haben und spielen spontan ihre Lieblingsmelodien. Schon auf Grund der verschieden musikalischen Vorlieben ergibt sich ein umfassender Stilmix. Dieses „Rezept“ wurde für den diesjährigen Saisonstart zusammen mit dem Publikum genutzt. Aus einer langen Liste bekannter und noch kaum entdeckter Songs wurde den Musikern ein Titel zugerufen – und schon ging es los. Ernst Henke, Claus Rißmann, Michael „Micky“ Packschis, Rainer Beutel bildeten die Stammgruppe, die auf ihren Instrumenten alles gekonnt begeleitete. Universalmusiker Kay Kankowski, zeigte wie immer, das seine Stimme geradezu wunderbar wandelbar ist: Ob die „Mimi nicht ohne Krimi ist Bett geht“ oder blusige Standards rauchzart gefragt waren – Kays Organ überzeugte rundherum. Sigi Siemsen durfte, auf Publikumswunsch, mit richtig gekonnten Jazzsongs wie „Autumn Leaves“ brillieren. Ein Heimspiel für die begeisterte Jazzerin, die aber auch keinen Sprung in andere Gewässer zu scheuen braucht. Aber nicht nur die feinen swingigen Jazztöne forderten die schöne Stimme, auch deftige Schmankerl wie „Der Hering und die Makrele“ sorgten für Stimmung. Als besonderes Gast in den Reihen der hafenmusicer hatte sich der „Altfolkstar“ Uli Rademacher aus Hamburg dazugesellt. Seine Mundharmonikasoli waren stimmungsvolle Meisterwerke der Extraklasse. Neben Gitarre und Flöte kam durch den Besucher auch eine herrlich ehrliche Bluestimme dazu, die dem Publikum ausnahmslos gut gefiel. Mit Blues soll das Programm der diesjährigen Saison auch weiter geführt werden. Am Freitag den 3.1. heisst es „Bluesbox, die Band“ sei „fest entschlossen den Blues unter das Volk zu bringen“ Wer zu diesem Verlaufsversuch beitragen will sollte ab 20 Uhr in der Siegfriedwerft sein. Das abwechselungsreiche Programm ist in einer kleinen Broschüre festgehalten, die an vielen Stellen ausliegt. Aber auch im Internet kann man sich umfassend informieren. Unter www.hafenmusic.de sind alle Termine gelistet und weitere Infos über die Gruppe und ihre Musiker abrufbereit. (fst) 2006-10-08
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Vom 10.-14. Mai findet das zweite Folk Baltica Festival statt. Vielfältige Musikalische Spitzenveranstaltungen mit Gruppen aus dem gesamten Ostseeraum finden zwischen Eckernförde und Dänemark statt – der Auftakt beginnt in Eckernförde. Jens-Peter Müller strahlt über beide Ohren – viel hat der künstlerische Leiter des Festival auch im zweiten Jahr auf die Beine gestellt. Bei rund 25 Veranstaltungen werden über 100 Musiker auftreten – an 18 Spielstätten. Insgesamt 90.000 Euro Fördergelder konnten eingeworben werden und hauptsächlich skandinavische Spitzengruppen werden teilweise erstmalig in Deutschland auftreten. Eckernförde ist ganz vorne. Sowohl was die Termine betrifft, denn das Konzert in der Siegfriedwerft, das in Zusammenarbeit mit den hafenmusicern entstanden ist, eröffnet den bunten Reigen an hochkarätigen Folkkonzerten. Auch bei den Veranstaltungen. „Eine kleine Kraftmusik“ vom „kleinsten vollständigen Orchester Nordeuropas“ so werden das Duo Fliflet / Hamre aus der Hansestadt Bergen in Norwegen nicht umsonst angekündigt. Dem heimischen Publikum sind die Ausnahmemusiker schon wohlbekannt, gastierten sie bereits im Zuge der hafenmusicreihe in unserer Stadt und sorgten für herzhafte Begeisterungstürme in der ausverkauften Werft. Und da sich, wie bereits letztes Jahr, nicht nur Sven Wlassack (Kultur Eckernförde) mit den hafenmusicern und Jens-Peter Müller verschworen hat, ist auch Jan Svendsen (SSF) wieder dabei. Das beschert Eckernförde gleich zwei Konzerte. Im Medborgerhuset wird die dänische Formation „Trio Mio“ gastieren, die gekonnt Folk mir Jazz zu „Jauchzenden Kammer-Folk“ vereint. Rund um die Violinistin Kristine Heebøll (Violine, Gesang) gruppieren sich Jens Ulvsand (Bouzouki, Gitarre, Gesang) und Nikolaj Busk (Piano, Akkordeon). Beim „Danish Music Award Folk 2006“, der Anfang März in der Festivalstadt Tondern vergeben wurde, erhielt die Gruppe gleich zwei Folk - Grammys. Die aktuelle CD „Pigeon Folk Pieces“ wurde als bestes zeitgenössisches Album ausgezeichnet, Kristine Heebøll als „Folk-Komponistin des Jahres“. Deshalb sind beide Eckernförder Veranstalter sich einig, dass ihre Konzerte ausverkauft sein werden. Wer also dabei sein möchte, sollte sich schnell an das Kulturamt in Eckernförde wenden und seine Karten bestellen. Dort gibt es auch die umfangreiche Broschüre mit der Übersicht über alle Veranstaltung von folkBaltica (auch Bibliothek und Medborgerhuset) oder im Internet unter www.folkbaltica.de. Die Medien werden auch ausführlich berichten, so das Deutschlandradio Kultur am 14. April ab 2.05 Uhr, NDR Info 23. Apr. 23 Uhr, Offener Kanal Kiel am 6. Mai ab 19 Uhr 2006-04-20 |
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| Lustvoller Vortrag vereint hafenmusic und LesArt |
2006-02-10 |
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| Lebendige Musikkultur am Hafenrand | Der Eckernförder hafenmusicer Stammtisch bringt Schwung in die dunkle Jahreszeit. |
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1998 fing es an: Nach einem
Konzert traf sich ein Häufchen Eckernförder Musiker um zu testen, ob
man nicht noch besser zusammen musizieren könne. Ein erster Auftritt
ergab sich schnell bei einem Kulturfest für die Räucherei Nachtigal.
Aus den anfänglichen Treffen wurde schnell ein Musikerstammtisch, der
sich zum Ziel setzte, die heimischen Musiker mehr in das Bewusstsein
der Öffentlichkeit zu bringen. Ein Mal im Monat traf sich die Gruppe
in der Siegfriedwerft und diskutierte und musizierte. Denn egal wie
wild die Meinungen basisdemokratisch aufeinander prallten: Es wurden
in Laufe des Abends die Instrumente ausgepackt und friedlich und abwechselungsreich
miteinander gespielt und gesungen. Erstaunlich harmonisch, sassen doch
Folkmusiker neben Rockröhren, Jazzsängerinnen und Tanzmucker wurden
im Duett vereint. Aus dem lebendigen Stammtisch entwickelte sich bald
eine eigene Musikreihe. Vom Herbst bis Frühjahr wird jeden Monat ein
Konzert veranstaltet: die Eckernförder hafenmusic. Motiviert von Spass
und Können spielten und spielen bekannte heimische Formationen in dem
gemütlichen Raum der Siegfriedwerft. Aus den Diskussionen am Stammtisch
entstanden auch neue Ideen und die Musiker gruppierten sich immer wieder
unterschiedlich, um das Publikum mit neuen musikalischen Programmen
zu überraschen. Aufgetreten sind im Laufe der Jahre: Borbyants, Die
Gutmenschen, ONE NIGHT BAND, Trespassing, Squibnocket, Rathausduo, FlaschenPOSTsee,
ULLA WITT TRIO, Beatless, TOSSE, Pier 4, Willy and the Poor Boys, Burned
Rain, Rückenwind, Blind Man’s Buff, Feel Jazz, Ship’n Whales, Plattgad,
nimmzwei, Seegurken, Huntaufshertz, RAINBOW LIGHT, Ecktown Blues Project,
Aver Liekers, Kaus Irmscher, Trilli, Schnapp mir 3, Groupa, Jim Lachs,
Borby Dixies, Cool Fool, Stoker Jazz Band, Jan & Marie, Ingeborg Losch,
Die Mollies und viele andere. |
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| Zum Auftakt Stammtisch | Am Freitag läuteten die hafenmusicer in der Siegfriedwerft die siebte Saison ein. Inzwischen ist es schon Tradition, dass als Aufmacher ein besonderes gemeinsames Konzert der Eckernförder Musiker das Publikum auf die neue Saison einschwören soll. |
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| Runderneuert in die siebte Saison | Zum siebten Mal starten die hafenmusicer aus Eckernförde in eine neue Saison mit vielen spannenden Programmpunkten. Zum Auftakt haben sich die Musiker für ihr Publikum einiges einfallen lassen: |
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Zum Einstieg in die stets vom
Herbst bis zum Frühjahr dauernde Saison gibt es wieder ein buntes Programm.
Die Veranstalter lassen in der Siegfried Werft die Gäste am Freitag
den 21. Oktober ab 20 Uhr an dem legendären hafenmusicer – Stammtisch
teilnehmen. Das Publikum kann aus der fast unerschöpflichen Titelsammlung
des Stammtisches sich Lieder, Songs und Stücke aussuchen. Damit auch
richtige Eckernförder Stimmung aufkommt, immerhin sind die Räume der
Siegfried Werft derzeit mit den Motiven des volkstümlichen Malers Karlheinz
Petersen dekoriert, wird auch das Eckernförder Urbier „Kakabellenbier“
ausgeschenkt. Während am Freitag zum Saisonstart erstmals die Flaschenabfüllung
präsentiert wird, können die Genießer während aller sechs hafenmusic
Veranstaltungen diese Eckernförder Spezialität ordern. Eine weitere
Überraschung, besonders für die treuen Stammgäste der musikalischen
Veranstaltungen findet sich in dem kleinen Flyer der ab nächster Woche
überall ausliegen wird. Wer fünf Veranstaltungen in der Siegfried Werft
besucht und sich den Eintrittsstempel auf das Blatt drücken lässt, darf
zum Abschlusskonzert umsonst hinein. Dafür dürfte der Anreiz recht groß
sein, die hafenmusic crew hat ein buntes Programm aus einheimischen
Künstlern und Gaststars zusammengestellt. Am 10. November, diesmal ein
Donnerstag kommen die „Mollies“ aus Kiel angereist. Das Folk-Jazz-Quartett
spielt unter den Motto „Drei Stimmen – eine Gitarre“. Die Stimmen sind
Ingrid Lorenzen, Simone Reifegerste und Manuela Kokmann-Speez. Die Begleitung
übernimmt Volker Linde. |
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| Lustvoller Vortrag vereint hafenmusic und LesArt | Gleich zwei Veranstalter teilten sich die Ehre in die vollbesetzte Siegfriedwerft eingeladen zu haben. Sowohl innerhalb der Reihe Lesart als auch innerhalb des Rahmen der hafenmusic trug Veit von Kottnaurer Texte von Charles Bukowski, Francois Villon und Rainer Maria Rilke vor. |
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Der Abend blieb so lustvoll wie es das zahlreiche Publikum erwartete – standen doch die Dichter für leichte Lebensart und das schwierige Leben mit dem anderen Geschlecht. Eine geheimnisvolle Stimme aus dem Off stellte die Dichter vor. Villon als Meister der klaren Sprache, der bereits im späten Mittelalter dichtete, den deutlichen Bukowski, der den leidvollen Alltag der Moderne in prägnante Sprache fasste und den zeitlosen Dichterfürsten Rilke. Schon bei der Ankündigung verwunderte die Nennung des zarten deutschen Dichters, schien er doch so gar nichts mit den anderen beiden Wortmeistern gemeinsam zu haben. Umso mehr überraschte, dass Veit von Krottnaurer erstmals die sieben Gedichte von Rilke auf die Bühne brachte, deren literarische Deutlichkeit sich umfassend von der sonst eher unbestimmten Schönheit der anderen Texte Rilkes absetzte. Lustbetont, aber durchaus schicklich, las, sprach, spielte und rhythmisierte Krottnaurer seine in erotischer Atmosphäre agierenden Zeilen und nahm das Publikum auf eine knisternde Reise ins Reich der schönen Sprache mit. Zu dem meisterlichen Vortrag gesellte sich eine entsprechende musikalische Begleitung. Manne B. Hermann begleitete den Vortrag einfühlsam und sanft auf dem Kontrabass, dem Akkordeon und vielen anderen Instrumenten. Die Geschichten von Huren und Lebemännern entstanden so sehr lebendig im Raum und als Charles Bukowski feststellte „Manche Leute drehen nie durch, was müssen die für ein langweiliges Leben führen“ war die Siegfried Werft in Grosstadthafenstimmung getaucht. All zu schnell war das reguläre in drei handlichen Literaturblöcke aufgeteilte Programm vorbei, aber das Publikum erzwang noch einige Zugaben, die Veit von Krottnaurer und Manne B. Hermann als „gesprochene Lieder“ gestalteten und so die anwesenden hafenmusicer zum mitmachen animierten. Der Abend zeigte in ansprechender Weise, dass lebendige zeitlose Literatur professionell vorgetragen, immer noch ein zahlreiches Publikum erreichen kann. (fst) |
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| Solidarität mit dem grünen Haus | Drei lebendige Musikgruppen unterstützten das Grüne Haus mit einem Benefizkonzert in der Nicolai – Kirche |
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„Das grüne Haus braucht Unterstützung“
darin waren sich alle Beteiligten am Sonnabend in der Nicolai – Kirche
einig. Eingeladen hatte der Freundeskreis Grünes Haus und gleich drei
musikalische Formationen stellten ihr Solidarität mit der beliebten
Jugendeinrichtung unter Beweis. „Die Jugendlichen haben für das grüne
Haus gekämpft, aber wir brauchen auch noch etwas Geld für die Jugendarbeit“
Markus Petersen, Vorsitzender des Fördervereins und Albert Leuschner,
Betreuer der Einrichtung begrüßten das Publikum zum Benefizkonzert.
Drei Bands, allesamt in der Altergruppe der Eltern der Besucher des
Jugendtreffs, unterhielten das Publikum gekonnt an diesem Abend. Die
Jugendlichen selber hatten einen Stand mit Infomaterial und Waren aus
dem Weltladen aufgebaut. Auch für die Versorgung mit Getränken in den
Spielpausen sorgten sie. |
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| Magische Big Band Nacht | Festliche Atmosphäre in der Stadthalle: Die Magic Bigband brachte schwungvolle Musik und viel gute Laune aus Rendsburg mit. |
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| Stehende Ovationen für fünf junge Leipziger |
Am Dienstag war die St.-Nicolai-Kirche richtig voll. Über 260 Vorbestellungen für ein Konzert der Veranstaltungsreihe „Jugend Kulturell“ der Hypo Vereinsbank. Unter dem Titel „1000 Jahre Vokalmusik“ gastierte das Ensemble Calmus aus Leipzig mit a Cappella Gesang in Eckernförde. |
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Begonnen hat das reine Vokalensemble als Absolventen eine berühmten Schule mit einem noch berühmteren Chor. Die ehemaligen Thomanerschüler suchten sich, wie sie sagen „eine weibliche Sahnehaube“ und eroberten in kurzer Zeit die Herzen des Publikums und auch die der musikalischen Preisrichter, wie die lange Liste an Auszeichnungen auf ihrer Homepage verkündet (www.calmus.de). Anscheinend hat sich die Qualität ihres Gesangs weit verbreitet, denn beim Publikum herrschte aufgeregte Gespanntheit, schon bevor die jungen Leute den Kirchensaal betraten. Der erste Teil des ausgefeilten Programms stand unter einer ernsten, feierlich durchgetragenen Stimmung. Entsprechend wurden die Zuhörer gebeten, ihren Applaus aufzusparen. Die mit präzisen Stimmen und ausgefeilter harmonischer Abstimmung vorgetragenen Werke umfassten einen Zeitrahmen vom 14. Jahrhundert bis in die Moderne. Der Klang dieser meist religiös motivierten Werke ergab sich aus der genauen Abstimmung der Stimmen, die teilweise wie ein Instrument im Raum der Kirche wirkten, manchmal aber auch mehrstimmig sich überlagerten und immer in Stimmung und Ton perfekt harmonisierten. Am Ende dieses ernsten Teils des Konzerts dankte das Publikum mit dem mühsam aufgesparten Applaus. Im zweiten Teil unter der launigen Moderationen der Ensemblemitglieder, wurde die Stimmung sehr gelöst und teilweise sogar sehr neckisch: „Jeder jagt etwas, oder sammelt – z.B. Bußgeldbescheide“ – es folgte ein Jagdgesang in dem alle Tier des Waldes ihre Stimmen ertönen ließen. Jedes der launig dargereichten Lieder wurde in der Qualität eine Hits vorgetragen, dabei humorvoll, detailreich und mit viel Spaß, der von den Sängern sich über das Publikum ausbreitete. Jetzt durfte geklatscht werden und der Beifall wurde von Lied zu Lied ausgiebiger. Gekonnte, teilweise schon raffinierte Arrangements der Lieder, machten schon vielfältig gehörte Klassiker wie Schuberts Forelle und „Wochenend und Sonnenschein“ von den Commedian Harmonist zu vollkommen neuen Hörerlebnissen. Stets blieben die Stimmen präzise, variationsreich und lebendig und doch voller Persönlichkeit und weit jenseits von technischer Langeweile. Nach stehenden Ovationen seitens der vollkommen begeisterten Zuhörer kamen die erfolgreichen Calmus Mitglieder nicht ohne mehrere Zugaben aus der vollen Kirche. Das Ensemble war erstmalig in unserer Stadt, aber es bleibt die Hoffnung auf weitere so erlebnisreiche Konzerte in dem schönen Klangkörper der St.-Nicolai-Kirche. (fst) Bu: |
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| Aver Liekers präsentierte Hein Hoop |
Schon lange, sehr lange spielt die Folk Gruppe Aver Liekers ihre eigenen Melodien zu den frechen Texten von Hein Hoop. Am Freitag waren sie mal wieder in Eckernförde. |
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Ungewöhnlich viele Zuhörer strömten
am Freitagabend in die Siegfried Werft. Folkmusik aus norddeutschen
Landen mit frechen und witzigen Texten zog sie zur hafenmusic. Bereits
seit 1979 gibt es die Folkband Aver Liekers, die hauptsächlich plattdeutsche
Lieder mit den der norddeutschen Heimat typischen Melodien spielt. Von
der alten Gruppe sind immerhin Peter Boll (Gesang und Geige), die Eckernförderin
Sigi Siemsen (Gesang, Glockenspiel, Flöte, Perkussion) und Walter Peetz
(Cister, Concertina, Gitarre) noch dabei. Aufgefrischt hat sich die
Gruppe mit Brigitte Borchers (Gesang, Akkordeon, Flöte, Ukulele, Schalmei)
und dem Habyer Universalmusiker Kay Kankowski (Gesang und Gitarre). |
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1982 lernten die Musiker bei
einem Auftritt in Kiel einen Literaten kennen. Hein Hoop lebte auf der
Halbinsel Eiderstedt und schrieb, neben seinen Berufen als Galerist,
Bildhauer, Maler und Aktionskünstler auch erfrischend freche Text auf
platt und Hochdeutsch. Bis zu dem frühen Tod 1986 des 1927 in Dänemark
geborenen Hein Hoop traten Dichter und Musiker zu Lesungen und Musik
gemeinsam auf. |
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130205 Eckernförder Zeitung |
| Spitzenjazz am Hafenrand |
Die hafenmusic –Reihe hat eine langjährige Tradition in der Ostseestadt. Die One Night Band zeigte, dass Eckernförder Musik auch Großstadtqualität entwickeln kann. |
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Wenn die hafenmusic im Winterhalbjahr
zum Konzert in die Siegfried- Werft einlädt, strömt meist das Publikum.
Und wenn Namen wie Sigi Siemsen, Rainer Beuthel und Achim Prigge auf
dem Plakat stehen, steigt die Erwartung. Als „One Night Band“ (Sigi
Siemsen: „wir dachten wir haben nur eine Nacht zusammen..“) spielen
sie schon über zwei Jahre Jazzstandards. Viele Auftritte innerhalb und
außerhalb Eckernfördes schufen einen wachsenden Freundeskreis an Zuhörern.
Entsprechend war am Freitagabend die Werft gut gefüllt. |
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Sigi Siemsen als Sängerin ist
die Frontfrau der Formation. Ihre Stimme überraschte in jedem Ton, in
jedem Lied mit neuen Möglichkeiten, ungeahnten Tonsprüngen und geheimnisvollen
Klangkaskaden. Ob sie, wie bei einer Komposition von Achim Prigge, schelmisch
auf Platt singt, oder umfangreich improvisiert – stets ist die Band
wie ein Instrument zu erleben. Selbst bekannte Titel, Standards der
Jazzliteratur (Round Midnight) und Highlights des Pops (Blue Suede Shoes)
entstehen als neugeschöpfte Werke und lösen Staunen beim Hörenden aus:
Die One Nigth Band verwandelt mit ihrem meist leisen lebendigen und
detailreichen Sound jeden Klassiker in ein neues und mitreißendes Hörerlebnis.
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| Achim Prigge, Sigi Siemsen, Rainer Beuthel: One Night Band |
160105 Eckernförder Zeitung |
| Tango am Meer |
Musik? Lebensphilosophie? Tanz? Tango kann vieles sein. Einen weiten Blick in die Bandbreite erlaubte das Trio „Tango di mar" unter dem Motto „Tangos im Mangos“ |
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In dem stimmungsvollen Ambiente
des Mangos trafen sich am Sonntagabend Freunde einer besonderen Lebensphilosophie
– des Tangos. Bis auf den letzten Stehplatz füllte sich der Raum um
die drei Musiker: Matthias Hahn-Engel, Cellist und Gründer der Formation,
Meike Salzmann am Akkordeon und der als „Stehgeiger“ bekannte Violinist
Helmut Herzog hatten zu einem ersten Tangoabend eingeladen. Gekonnt
unterhaltsam moderierten die beiden Herren die musikalischen Beiträge
an und erzählten und spielten eine Übersicht über die erstaunlich verschiedenartigen
Tangos. Berühmt und schon klassisch ist die argentinische Variante,
wenn auch die Finnen der unumstößlichen Meinung sind, der echte Tango
stamme aus ihrem Land. Aber auch deutsche, dänische und sogar russische
Varianten erklangen an diesem Abend. Die Gruppe „Tango di mar“, die
anläßlich von Filmaufnahmen zusammengefunden hatte, traf auf ein überdurchschnittlich
interessiertes Publikum. Während die meisten Gäste sich dem Musikgenuss
widmeten und teilweise kenntnisreich die sehr verschiedenen Tangoarten
genossen, hatten sich auch einige Tänzer eingefunden, die sich bald
auf dem Parkett drehten. |
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Ein Genuss für Ohr und Auge,
denn die allesamt erfahrenen Tänzer zeigten komplizierte Figuren und
Schritte und je nach erklingender Melodie dominierte ein melancholischer
Ernst, verhaltene Erotik oder auch rasante Lebensfreude. Da viele der
Tangomelodien auch besungen werden, verlas Matthias Hahn-Engel einige
der Textübersetzungen. „Nie hätte ich geträumt, sie so zu sehen, wie
heut in ihrem grausamen Zustand...“ Unter dem Titel „Este noche me emborracho“
erzählt Enrique Santos Discepolo über die Begegnung mit einer verflossenen
Liebe, die ihn vollkommen aus der Bahn wirft. Allerdings: zu dem brutal-traurigen
Text erklingt eine fast fröhliche Tangomelodie. |
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170105 Eckernförder Zeitung |
| Spitzenkonzerte in Eckernförde |
Skandinavische Folk-Bands der oberen Kategorie werden gleich zwei Konzerte in Eckernförde geben. Ermöglicht wird das durch das neue Folk-Baltica Festival und eine umfangreiche örtliche Zusammenarbeit. |
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„Eine neue Ära der Musikpflege in Schleswig Holstein beginnt“, verkündete Eckernfördes Kulturbeauftragter Svens Wlassack. Gemeint sind die Auftaktveranstaltung der Festival Reihe Folk Baltica, deren erste Konzerte in Eckernförde stattfinden. Damit wirkliche Spitzenbands aus dem skandinavischen Raum in der Ostseestadt auftreten können haben sich Jens-Peter Müller (folkBaltica e.V.), Sven Wlassack (Stadt Eckernförde), Jan Svendsen (Medborgerhuset) mit den hafenmusicern aus der Siegfriedwerft verschworen. Die Idee von Jens-Peter Müller hochkarätige nordische Folkmusik in Schleswig-Holstein zu präsentieren stieß bei den hafenmusicern gleich auf Begeisterung. Aber statt nur eine Band auszuwählen konnte man sich zwischen den Gruppen „Groupa“ aus Schweden und „Zar“ aus Dänemark nicht recht entscheiden. Kay Kankowski stellte aber schnell einen tragfähigen Kontakt zu Jan Svendsen her, schon waren die zwei Konzerte ermöglicht. Und das Konzertfestival scheint ein dicker Treffer zu werden. Bereits über 40 Karten für die Eckernförder Veranstaltungen wurden über die Homepage www.folkbaltica.de verkauft. Der Werbeaufwand ist aber auch riesig: Für die Veranstaltungen, deren hauptsächlicher Schwerpunkt in Flensburg liegt, wurde ein umfangreicher Prospekt in einer Auflage von 15.000 Exemplaren international vertrieben. „Wir haben bereits Anfragen vom Bodensee und aus Danzig (Polen)“ freut sich Jens-Peter Müller über den schnellen Erfolg der vor anderthalb Jahren gestarteten Initiative. Mit einem Budget von rund 120.000 Euro und umfangreicher Unterstützung aus Skandinavien werden eine Vielzahl hochkarätiger Konzerte in Flensburg und der Region Sønderjylland ermöglicht. Auch die Eckernförder Gruppen „Aver Liekers“ und „Blind Man´´´ s Buff“ treten am 24. April in Flensburg auf. |
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Der Auftakt der öffentlichen
Konzerte findet am 20.4. um 20 Uhr in der Siegfriedwerft statt. Die
schwedische Formation „Groupas“ hat sich schon seit fast 25 Jahren international
einen Namen gemacht. Aus den historischen Quellen alter Tanzmusik fischend,
finden die vier Musiker spielend einen Übergang zu modernen Folk-Kompositionen.
Zahlreiche Tourneen haben diese Musik dem deutschen Publikum bereits
nahe gebracht. Erlebenswert ist besonders auch der Schlagzeuger Terje
Isungset, der vorzugsweise mit Hölzern und Steinen musiziert. |
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170305 Eckernförder Zeitung |
| Bilderreichtum im Nordkonzert |
Stargäste bei der hafenmusic: folk Baltica ließ die schwedische Erfolgsgruppe „Groupa“ in der Siegfriedwerft gastieren. |
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In der Siegfriedwerft herrschte
am Mittwoch schon lange vor Konzertbeginn eine gespannte kribbelige
Aufmerksamkeit. Der Raum war in gedämpftes Licht gehüllt, die Tische
weitgehend herausgeräumt und eine kleine improvisierte Bühne mit beeindruckend
viel Technik verkabelt. Zum Auftakt des folk Baltica Festivals sollte
auch gleich eine Legende auftreten: Groupa aus Schweden. Groupas Einstieg in den musikalischen Abend begann mit einem Klanggemälde aus volksmusikalischen Elementen, die sich zu stimmungsvollen Bildern des Nordens verdichteten: Meer, Wellen und seemännische Weite wechselten sich ab mit Empfindungen von dichten geheimnisvollen Wäldern und schummrigen Seen. Das Publikum - mit über 80 Besuchern war die Werft schon im Vorwege ausverkauft - ließ sich durch diese ungewöhnliche Folkinterpretation gerne einnorden. Auch in den folgenden Liedern war die traditionelle Musik nur ein Ausgangspunkt, um höchst lebendige, moderne und aktuell anmutende Klänge zu transportieren und in quicklebendigen Sessions zu verbinden. Jonas Simonson zauberte mit einem schier unerschöpflichen Repertoire an Flöten unterschiedlichste Stimmungen in den Raum. Sein manchmal geradezu ausgelassenes Spiel zeugte immer von großer Einfühlsamkeit. |
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Mit schelmischem Blinzeln führte er durch die verschieden Programmpunkte und hielt eine persönliche Tuchfühlung zum Publikum. Neben der traditionellen Geige beherrscht Mats Edén auch die Hardangerfidel, ein 10saitiges norwegisches Streichinstrument, das aus einem bratschenförmigen Korpus besteht. Seine experimentierfreudige Spieltechnik kam natürlich auch in den vielen Kompositionen zum tragen, die seiner Feder entstammten. Manchmal wechselte er im Laufe des Abends zum Akkordeon. Der Keyboarder Rickard Åström nutzte seine Instrumente, um dem Gruppenspiel ungeheuer lebendige Klangfarben unterzulegen. Besonders im Zusammenspiel mit den Percussionsinstrumenten blitze in seinem Spiel immer wieder der liebevolle Schalk auf. Besonders fasziniert war das ungewöhnlich disziplinierte Eckernförder Publikum von dem musikalisch umfassenden Spektrum von Terje Isungset und seinen außergewöhnlichen Instrumenten. Klangspiele aus Naturhölzern, die mal wie melancholischer Regen, Vogelgezwitscher am frühen Morgen oder wild brausender Herbsturm klangen, wechselten sich ab mit hart klopfenden Steinschlägen und unheimlich wummernden Basstönen aus einem gewichtigen Becken. Eindrucksvoll sowohl in der Ausdauer als auch in der musikalischen Bandbreite war auch das Spiel auf der elektrisch verstärkten Maultrommel. Ein gewichtiges Bild entstand in dem Stück, dass Jonas Simonson schrieb, als sein „neues Haus“ sich als sehr undicht erwies und er durchwachte Herbstnächte mit dem Leeren der Tropfeimer zubringen musste. Das Geschehen im feuchten Haus, alle Geräusche vom tropfenden Regen und aufbrausenden Wind, bis hin zur verzweifelnden Hoffnung, im Frühjahr wirklich dem Haus ein neues Dach aufsetzen zu können, wurden Bilderbuchartig illustriert. Die Zuhörer gerieten vollkommen in den Bann des nordischen Sturmes und atmeten erleichtert auf, als die Groupa – Mitglieder auf ihren Instrumenten erzählten, dass gegen Morgen Wind und Wetter abflachten und ein bisschen Sonne am Horizont zu sehen war. Groupa zeigte an diesem verzauberten Abend in der Siegfriedwerft, dass Folkmusik nicht eine Sackgasse für Traditionalisten ist, sondern eine lebendige und zeitgemäße Ausdrucksform voller musikalischer Einfälle und Geschichten sein kann. |
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210405 Eckernförder Zeitung |
| Ein Klangfestival in ausverkaufter Kirche |
Unter dem Titel „Klangwelten“ kommt seit Jahren eine internationale Gruppe Musiker nach Eckernförde. Auch diesmal begeisterten sie wieder ihre treuen Fans in der ausverkauften Nicolai-Kirche. |
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Auf dem abendlichen Weihnachtsmarkt drängten sich am Sonntag die Menschen. Beim genaueren Hinsehen zeigte sich, dass die meisten der Anwesenden in einer langen Schlange standen: Um Einlass zu begehren zum ausverkauften Klangwelten Konzert in der Nicolai-Kirche. Seit Jahren schon sind Rüdiger Oppermann und seine Freunde gern gesehene Gäste in der Ostseestadt. Diesmal, zum 30. Bühnen-Jubiläum des Leiters der bunten Gruppe und Meister der keltischen Harfe standen die Kompositionen Rüdiger Oppermanns im Mittelpunkt. Wieder mit einem Reigen internationaler Musiker, die als Könner ihrer heimischen Musik, deren Klänge dem Publikum nahe bringen wollten. Fünf Freunde, alles langjährige Wegbegleiter des vielgereisten Oppermanns, zeigten ihre musikalische Verbundenheit und ihre Ländergrenzen übergreifende Musikalität. Bereits 21 Jahre spielen der in Wien lebende Inder und Tablameister Jatinder Thakur zusammen. Sein musikalisches Können und die scheinbare Leichtigkeit seines rasanten Spiels wurden vom Publikum begeistert aufgenommen. Genau wie bei dem Afrikaner Tata Dindin, der die Kora, eine gambische Harfe, spielte. Das an sich sehr leise Instrument erklang elektrisch verstärkt als virtuoses Soloinstrument. Dazu ein lebendiger Gesang – in der Musik vermischten sich traditionelle Elemente mit modernsten Klangmustern, die das Thema des Abends bestätigten. |
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Neun Jahre musikalische und persönliche Freundschaft
verbinden Rüdiger Oppermann und den Mongolen Enkh Jargal, der sich schnell
in die Herzen der Zuhörer sang. Jargal wurde bereits als Kind in den
traditionellen Gesangstechniken seines Volkes ausgebildet. Volle 5 Oktaven
umfasst seine Stimme – von abgrundtiefen Schamanentönen bis in die allerhöchsten
Höhen eines perfekten Obertongesanges. Dazu spielte er auf einer „Pferdegeige“
sich harmonisch einpassende Melodien. Auch dieser Musiker zeigte, dass
musikalische Grenzen keine Wirklichkeit haben: Zusammen mit Tata Dindin
und Rüdiger Oppermann, teilweise begleitet von den anderen Musikern,
wurden Lieder und Stücke aufgeführt, die sich musikalisch nicht mehr
klassifizieren ließen. Aber das beigeisterte Eckernförder Publikum nahm
diese moderne und zugleich traditionell betonte Musik gerne auf und
besonders der fast artistische Gesang ließ den Applaus lange anhalten.
Einer ganz anderen Tradition entstammt der Amerikaner Park Stickney. Er ist einer der wenigen Jazz-Harfenisten, der mit seinem elektrisch verstärkten Instrument glatt ein ganzes Orchester ersetzen kann. Zusammen mit Oppermann, als Harfenduo, entstanden Klangbilder, die sämtliche Hörgewohnheiten und Urteile über diese Instrumentengattung umgestalteten. |
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Ergänzt wurde dieser bewährte Freundeskreis
von den erstmals bei Klangwelten auftretenden „Cook Islands Drummers“.
Wie Rüdiger Oppermann den Zuhörern erklärte, repräsentieren diese Trommler,
Sänger und Tänzer den bisher eher verschwiegenen Teil der Südseemusik.
„Während in Europa das Bild von hübschen sanft singenden Südsee - Frauen
vorherrscht, haben die männlichen Kriegsmelodien- und Gesänge eine genauso
lange Tradition“. Scharf, heftig und voller überschäumender Lebensfreude
klingend, präsentierten sich die fünf Musiker, mit spaßigen Tanzeinlagen
zu ihrer direkt ins Blut gehenden Trommelmusik. Aber gerade da, wo diese Meister ihres Fachs aus den verschiedensten Ländern und Kulturkreisen zusammen auf der Bühne musizierten, meist mit den einfühlsamen und übergreifenden Kompositionen des Globalmusikers Rüdiger Oppermann, wurde zeitgenössische Musik lebendig. Jenseits von Volkstümlichkeit oder biederer Folklore zeigte der Klangweltenabend, dass Musiker dieses Kalibers eine gemeinsame Heimat haben müssen. Hoffentlich können wir in Eckernförde noch oft diesen Kontinent zusammen bereisen! |
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131204 Eckernförder Zeitung |
| Gelungene Eröffnung der hafenmusic-Saison | Am Freitag war es wieder soweit: Die Eckernförder hafenmusic startete in die dritte Saison mit einem Opener voller Highlights. |
Bilder: Ulla
Witt |
Baltic jazz Pearls: Sigi Siemsen, Susann Richter, Nora Langewellpott, Simone Behnke Die Eckernförder Musikszene hatte
zur diesjährigen Eröffnung der selbstorganisierten Konzertreihe lauter
Filetstücke zusammengestellt. Den Auftakt des Abends wagte Ulla Witt
mit ihrem Trio. Neben Ulla Witt mit der Gitarre, die auch Texterin und
Komponistin der Stücke ist, sorgte Tim Wunderlich für den richtigen
Rhythmus. Neu ist der Mann am Kontrabaß, Detlef Albers. Neben den bewährten
Liedern hatte das Trio auch ein brandneues Stück mitgebracht. Den Namen
blieben die Musiker allerdings noch schuldig, denn wie Ulla Witt anmerkte:
„Der fällt mir immer erst nach einem halben Jahr ein“. 070502 Eckernförder Zeitung |
Klaus Irmscher |
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„Die Gutmenschen“ Kay Kankowski, Roland Tank |
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Sigi SiemsenEckernförde |
| Maritime hafenmusic begeisterte | Zwei Gruppen ein Genre: „Seamusic“ mit Blind Mans Buff und Ship´n Whales zeigten, dass maritime Melodien begeistern können. |
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In der Siegfriedwerft standen
die Zeichen am Freitag Abend mal wieder auf Sturm: Hafenmusictime. Gleich
zwei Gruppen erzählten mit Liedern und Melodien vom Leben auf dem Meeren
der Welt. Als Gäste hatten sich „Ship´n Whales“ aus Langesund in Norwegen
eingefunden. Mitgebracht wurden die fünf Sänger von der einheimischen
Formation „Blind Man´s Buff“ 301103 Eckernförder Zeitung |
| Mit “hafenmusic“ im Workshop |
Die Eckernförder „hafenmusicer“ begeben sich für ein Wochenende aufs Land um zusammen mit Freunden und Gästen intensiv zu arbeiten. |
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Das Wochenende nach Pfingsten
24. mai bis 26. Mai verbringt die Eckernförde Musikszene ausserhalb
der Stadt. In Suhrbrook treffen sich die Musiker, ihre Freunde und alle
die Lust auf Zusammenspiel haben um gemeinsam Musik zu machen und die
kommende Saison ausgiebig vorzubereiten. Eine Stärke der in Jazz, Folk
und Liedermachertradion und anderen Stilrichtungen beheimateten Musiker
ist die Fähigkeit stets in anderen Formationen kurzfristig zusammenzukommen.
Spaß an der Musik, der Improvisation und der gemeinsamen Erarbeitung
neuer Themen steht im Vordergrund. Gearbeitet wird auch bei dem monatlichen
Stammtisch in Siegfriedwerft. 080502 Eckernförder Zeitung |
| Jazz für lau begeisterte |
Unter dem Titel „Live Passage“ startete eine neue kostenlose Musikreihe in der Alten Post. Einen erfolgreichen Auftakt gaben „WDR“ |
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W(alk) D(ont) R(un) – oder einfach
WDR heißt die Jazzformation, die zum Verweilen in der Alten Post Passage
aufforderte. „Ruhigere Töne werden Sie zu hören bekommen“ versicherte
Bandleader Gerhard Breier (Saxophon) zu Beginn, und Werner Loll (volltönendes
Vibraphon) und Harry Kretzschmar (swingender Kontrabass) zauberten auch
gleich ergreifende Klangteppiche mit ihren weitgehend unverstärkten
Instrumenten. Gemütliche Jazzclubatmosphäre breitete sich schnell in
dem vom 8X8 Team unter der Federführung von Dagmar Unzen liebevoll geschmückten
Raum aus. Eine kleine Ausstellung von digital verfremdeten Musikerfotos
ergänzte die gekonnte Dekoration. Das zahlreiche Publikum, viele fanden
nur noch auf dem Flur einen Stehplatz, war begeistert von der Musik.
Die. Klassiker des Jazz wie „My funny Valentine“ weckten bei den meist
schon leicht angegrauten Zuhörern Erinnerungen. Tiefe Ergriffenheit
herrschte bei der Ballade „In a Sentimental Mood“ von Duke Ellington.
Das meisterlich gespielte Saxophon erzählte in warmen, verinnerlichten
Tönen eine Geschichte, die von dem Profimusiker Harry Kretzschmar rhythmisierend
aufgegriffen und vertieft wurde. Die vielgestaltigen Töne des Vibraphons
transportierten Spannung in das Musikgeschehen. Der promovierte Musikwissenschaftler
Werner Loll, zeigte mit welcher Vielseitigkeit das Vibraphon zwischen
Swing, romantischen Balladen und artistischen Soli mit wirbelnden Schlegeln
zum Klingen gebracht werden kann. Außer den beliebten Standards wurden
Eigenkompositionen von Gerhard Breier aufgeführt, die mühelos neben
den bewährten Jazzstücken bestehen konnten. 230203 Eckernförder Zeitung |
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Dreierlei Jazz bot die Eckernförder hafenmusic bei ihrem Auftritt am Freitag. Das zahlreiche Stammpublikum freute sich über das reiche Angebot und ging begeistert mit. |
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Warm up fürs Publikum, die Stoker
Jazz Band machte den Auftakt. Richtig ins Blut gingen die spritzigen
swingenden Rhythmen des Oltime Jazz, den „Wiewie“ Wiebenson meisterhaft
und doch behutsam auf dem Schlagzeug zelebrierte. Rhythmisch unterstützt
wurde er durch die frischen Banjotöne, die Wolfram Müller anschlug,
der auch noch für den Gesang sorgte. Viel Improvisationstalent mit Blech:
Die rauchigen Töne der Tuba blies „Fufu“ Fuhlbrügge, während Manni Jöhnk
mit der Posaune deutliche Akzente in das Spielgeschehen einbrachte.
„Klicky“ Nielsen musizierte auf dem Saxophon (auch Klarinette) spannende
Geschichten und gesellte so zu dem eigenem Sound des Instruments seine
ureigenste „Erzählweise“ 160203 Eckernförder Zeitung |
| Rockmusik zum weiteren Jubiläum | Die Borbyants, Rockmusiker aus der Lachsenbachmetropole, machen es möglichen: Borby darf sein 900-jähriges Jubiläum mit einem Rockkonzert am Freitag den 10. Januar in der Siegfried-Werft feiern. Geschichte oder Geschichten? |
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„Wir kommen wieder – zum 900-jährigen
Jubiläum!“ versprach Micky Packschies beim letztem Konzert der Rockband
„Borbyants“ im Sommer. Und nun haben Claudia Unzen (Gesang), Jim Lachs
(Gesang & Gitarre), Uwe Vollertsen (Gitarre), Gerhard Breyer (Schlagzeug)
und Michael Packschies (Bass) eine hafenwasserdichte Geschichte über
das neue Fest anzubieten: Bei den bekannten Ausbesserungsarbeiten an
der Holzbrücke, die Eckernförde mit dem (feier-autonomen) Stadtteil
Borby verbindet, wurde das vollständige Skelett einer männlichen Person
ausgebuddelt. Auffällig die Lage und Haltung: Das Skelett steckte mit
ausgestrecktem rechtem Arm im Hafenschlick. Spontan vor Ort wurde die
Theorie entwickelt, die Leiche müsse aus den dreissiger Jahren stammen.
Aber einerseits „kann nicht sein was nicht sein darf“ und andererseits
steckt in Borby bekanntlich immer etwas mehr dahinter. Bestätigt wurde
dies durch die Abenduniversität Grünholz, deren Analysen die Leiche
eindeutig auf das frühe 12. Jahrhundert datierten. 030103 Eckernförder Zeitung |
Heiße Musik für kalte Tage |
Back in town: Das „Ecktown Blues Project“ heizte am Freitagabend in der Siegfriedwerft gehörig ein. Die Eckernförder Formation entstand aus dem „Hafenmusikerstammtisch.“ |
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„Ursprünglich war es eher
mehr private Spielfreude die uns zusammenbrachte“ berichtet Kay Kankowski.
Aber bald probten die fünf Musiker für das Hafenmusik Open Air im Sommer.
Der Erfolg „zwang“ sie dann zu weitermachen. Es folgte, mit den anderen
hafenmusic Bands, ein größerer Auftritt im Rahmen der Sail in Travemünde. In der Siegfriedwerft hatte die Truppe erstmalig in einem geschlossenen Raum gespielt. Neben dem in Eckernförde bestens bekannten Sänger und vielseitigen Gitarristen Kay Kankowski – im Zivilstand sowohl Gitarrenlehrer als auch -Händler – steht der ebenfalls von vielen Auftritten bekannte Rainer Beuthel. Sonst als Bibliothekar eher den leiseren Tönen zugetan, zeigte er nun, dass er mit rauer Stimme auch mächtig laut sein konnte. Neben virtuosem Gitarrenspiel beherrscht er auch noch die Mundharmonika. Einem Feuerwerk gleich wirbelt der Eckernförder Björn Lüdke am Schlagzeug. Präziseste Rhythmen, knallende Beckenschläge bei akrobatischer Leichtigkeit im Umgang im den Sticks sind sein Markenzeichen. Als „Mojo-Man“ präsentierte sich „Paddy“ Patrick O´’ Connor. Ansonsten schwärzeste Läufe am e-Bass spielend, sang er Muddy Waters „I Got My Mojo Working“ gekonnt an. Seine Musikerkollegen griffen die Töne auf um bald weiterimprovisierend im Quartett den Song zum Jubel des Publikums immer neu zu variieren. Patrick O´Connor ist nach einer längeren Musikerkarriere in England als Förster in der Nähe von Plön ansässig geworden. Aus Plön kommt auch der 40-jährige Erzieher Jürgen Hamann. Als alter Bluesmusiker spielt er auch in einer anderen Gruppe Gitarre und singt. Somit ist die Besetzung der Band etwas ungewöhnlich: drei Gitarristen, ein Bassist und Schlagzeug geben einen besonderen Sound und zogen das Publikum in ihren Bann. Am Ende des Abend kochte der Raum, und nicht nur den Musikern war es richtig heiss geworden. Einige Besucher tanzten am Rand des Schankraumes, als die Musiker eine besondere Zugabe ansagten: In Postfeld solle das „ET Blues Project“ spielen, so war es vereinbart. Allerdings als die Musiker an der Tür der Kneipe rüttelten, blieb alles dunkel – der Wirt hatte die Vereinbarung wohl nicht ernst genommen oder schlicht vergessen. Das klassiche Thema für einen Blues, und Rainer Beuthel schrieb noch am selben Abend einen Text dazu. Die Musik dazu wurde gleich doppelt komponiert: Sowohl der Texter als auch Kay Kankowski steuerten eine unterschiedliche Fassung bei. Der doppelte „Postfeld Blues“, beide Male auf deutsch gesungen wurde der witzige abschliessende Höhepunkt eines weiteren erfolgreichen hafenmusic-Konzerts. Die Reihe wird am Freitag, 6. Dezember mit einem witzigen Weihnachtsbenefiz fortgesetzt. Die Fans vom Hafenblues müssen sich allerdings noch etwas gedulden: Der nächste bekannte Termin ist erst am 14. August 2003 auf dem Rathausmarkt.
Erschienen in der Eckernförder Zeitung am 11.11.2002 111102 Eckernförder Zeitung |
| Alte „Folkmusic“ in junger Passage | In der neu eröffneten Speicher-Passage am Hafen spielte am Sonnabend die Gruppe Liederjan fröhliche Musik zu deutschen Texten |
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Zu den Highlights der Feierlichkeiten
der Neueröffnung der Speicher-Passage am Hafen zählten die Auftritte
der „Volksmusikgruppe“ Liederjan. Als eine der ersten Gruppen die es
wagten, alte deutsche Texte zu historisch überlieferten Melodien zu
singen, trat Liederjan vor 27 Jahren an die Öffentlichkeit. Inzwischen
lösten sich alle anderen Gruppen aus diesem Musikbereich auf – während
Liederjan sich erneuerte. Neben den Gründungsmitgliedern Jörg Ermisch
und Anselm Noffke fand als neuer dritter Mann Jürgen Leo dazu. Das Trio
bringt weiterhin altes deutsches Liedgut, wie es seit jeher im Volk
tradiert wird, hat aber auch mehr zu bieten. „Wir spielen auch gerne
alte Musik mit neuen Texten“ erläutert Jürgen Leo, „diese Texte sind
entweder von deutschen Dichtern oder auch von uns geschrieben“. Selbstverständlich
können die Barden auch platt singen, alle drei leben im Norden Deutschlands.
110502 unveröffentlicht |
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